Willkommen auf der Website der Regionalbibliothek Langenthal



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
vorhergehender Tipp | nächster Tipp

LESETIPP Zeiten der Heuchelei (12.08.2020)

Zeiten der Heuchelei / Petros Markaris. - Diogenes Verlag, 2020. - 978-3-257-07083-5

Im Gestell unter: MARK Buch Belletristik Erwachsene 

Inhalt

Der Besitzer einer Hotelkette wird in einem Badeort in der Nähe von Athen tot aufgefunden. Ein Bekennerschreiben bezichtigt ihn der Heuchelei. Gezeichnet: "Das Heer der Nationalen Idioten". Es ist der erste Mord einer rätselhaften Serie. Die Anklage lautet immer gleich, die Opfer jedoch könnten unterschiedlicher nicht sein. Kostas Charitos - seit neuestem stolzer Grossvater - ermittelt und versucht, den obskuren Fanatikern auf die Spur zu kommen. [Quelle: Buchhaus.ch]

LESETIPP von Henriette Leuenberger

Ich bin ein grosser Griechenland-Fan und freue mich deshalb immer wieder, wenn von Petros Markaris ein neuer Krimi erscheint.

Neben der spannenden Tätersuche vermittelt die Lektüre einen guten Einblick in den offensichtlich meist nicht einfachen Alltag der Bewohner Athens. Die Gewalttaten, welche Kommissar Kostas Charitos jeweils beschäftigen, sind in allen Makaris-Krimis eng mit den gerade aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Problemen Griechenlands verknüpft.

So auch in «Zeiten der Heuchelei», wo sich mehrere Opfer der Wirtschaftskrise durch die Verbreitung schöngefärbter Finanz- und Arbeitslosenstatistiken verraten fühlen und diese Heuchelei durch Rache publik machen wollen.

Mir gefällt, wie die Ermittlungen durch Charitos und seine Mitarbeitenden geführt werden: Es gibt kaum Actionszenen; vielmehr reihen sich unzählige Gespräche, Befragungen und Sitzungen aneinander und so wird ein Puzzlestein an den andern gesetzt bis der Fall geklärt ist. Dabei stellen die ähnlich klingenden, nicht gerade einfachen griechischen Namen der zahlreichen Beteiligten beim Lesen zeitweise eine echte Herausforderung dar…

Natürlich spielen auch in diesen griechischen Krimis – analog zu Brunetti, Bruno oder Montalbano – das Privatleben und die häusliche Kulinarik des Kommissars eine wichtige Rolle und machen den analytischen Ermittler menschlich und sympathisch.

 

Cover des Buches
 

zur Übersicht


Druck Version PDF